
Liebstöckelblätter (Levisticum officinale)
ca. 15 g, 25 Blätter pro 250 ml-Schale, das ganze Jahr über erhältlich
Liebstöckel
Die Blätter werden geerntet und frisch in Risottos, Brühen, Fleisch, Eintöpfen, Hühnchen und Kabeljau verwendet. Der reife Samen dieser Pflanze wird in Likören, Salaten und Fladenbroten verwendet. Das Aroma der Pflanze ähnelt Sellerie, ist aber angenehmer. Liebstöckel wird als Ersatz für ein indisches Gewürz, Ajowan, verwendet, das in Europa am häufigsten vorkommt.
Liebstöckel, auch „Bergsellerie“ genannt, wurde in der antiken römischen Küche reichlich verwendet. Tatsächlich kommt es in vielen Rezepten von Apicius vor, beispielsweise in De re coquinaria.
Liebstöckel ist salzig-würzig, leicht bitter und hat scharfe und leicht süßliche Geschmacksnuancen. Besonders kräftige Eintöpfe und Suppen lassen sich mit Liebstöckel verfeinern. Aber auch in herzhaften Fleisch- und Fischgerichten eignet sich Liebstöckel als unterstreichende Würze. Auch Pilzgerichte harmonieren sehr gut mit dem Kraut. Sie können das Gewürz aber auch für Geflügel oder Fisch verwenden. Allerdings sollte das Kraut erst gegen Ende der Garzeit hinzugefügt werden, da es sonst sein volles Aroma verliert. Zum Würzen von Speisen eignen sich sowohl frisches als auch getrocknetes Maggikraut. Tipp: Liebstöckel sollte jedoch immer sehr vorsichtig verwendet werden. Aufgrund des starken Aromas reichen bereits wenige Blätter des Krauts aus, um ein Gericht vollständig zu würzen.
Es wurde auch von Benediktinermönchen sehr geschätzt, die es im Mittelalter in Gärten und Höfen verbreiteten, insbesondere in Nordeuropa, wo es auch heute noch weit verbreitet ist.
Der Geschmack ähnelt Sellerie, das Aroma ist jedoch viel intensiver und würziger, was ihn sehr angenehm macht.
